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Auf zur Ausstellung

Der sicherlich größte Vorteil der Module ist der gemeinsame Betrieb mit gleich gesinnten Modulbauern.  Wer möchte nicht sein modellbahnerisches Schaffen anderen zeigen. Diese Treffen finden dann entweder im kleinen Kreis zu Hause statt, bei entsprechenden Räumlichkeiten an den Vereinsnachmittagen oder auf Ausstellungen mit ausreichenden Platzverhältnissen. Auf jeden Fall müssen die Module reisetauglich sein. Dieses Kriterium sollte man beim Bau nicht außer acht lassen.

Unser Schweriner  Modulsystem besitzt dafür genormte Bohrungen, die nicht nur zur Verbindung der Module im Fahrbetrieb dienen, sondern auch zum Transport und zur Anbringung von Berührungsschutzscheiben bei Ausstellungen oder der Schaltpulte.

Drei Module fertig montiert zum Transport.

Wer mit ein oder zwei Modulen anreist, wird diese meist ohne großen Aufwand im Pkw unterbringen können. Ist die Anzahl der Module dann schon größer, haben sich verschiedene "Regalkonstruktionen" bewährt. Wir haben je nach Anhängergröße Leitern mit 1,00 m für drei Module und Leitern mit 1,50 m für vier Module gebaut. Diese Leitern werden an den Stirnseiten der Module fest verschraubt und bilden dann ein sehr stabiles Transportregal. Auf dem Pkw Anhänger ist unbedingt für eine gute und möglichst doppelte Befestigung zu sorgen. Bei unseren bisherigen Transporten hat es schon einigen Flurschaden gegeben. Zum Glück konnten die Schäden immer mit einem überschaubaren Aufwand behoben werden. (verschobene Module wegen fehlerhafter Befestigung, gerissene Spanngurte, gelöste Klebeverbindungen zu Bäumen, Häusern und Dächern) Auch kommt es immer mal wieder zu "Personalverlusten", weil das eine oder andere H0-Menschchen das Gleichgewicht verliert und vom Modul springt. Man sollte die Krafteinwirkungen auf holprigen Straßen, Bordsteinkanten oder rauen Fahrbahnbelägen nicht unterschätzen!!!

Die Module werden auf die Seite gelegt, so können die Beine problemlos eingeklappt werden und die angeschraubten Rahmen verhindern ein Umkippen.

 

Die Vorbereitung

Nachdem die zur Verfügung stehende Fläche endgültig (man sollte es nicht für möglich halten, wie oft sich so etwas in der Vorbereitung ändert)  bekannt ist, wird ein Aufstellplan festgelegt. Bewährt hat sich auch die genaue Planung der notwendigen Bedienerplätze. Im Aufstellplan werden alle Kabelverbindung entsprechend ihrer Steckerkennung (rot; grün, gelb) festgelegt, so dass dann vor Ort keine Fragen auftreten. Alle Berührungsschutzscheiben, welche beim Transport nicht stören, werden ebenfalls bereits montiert, das spart Aufbauzeit. Eine Vollständigkeitsprüfung des Werkzeuges, sowie eine Durchsicht aller Wagen einschließlich ausreichender Reservewagen sollte selbstverständlich sein. Die Ersatzteilkiste besitzt in der Minimalausstattung einige Stücken Fahrdraht, verschiedene Kleber, Reserveantrieb für Weichen und ein bisschen Schaltlitze.

Die Vorbereitungen sollte man frühzeitig beginnen. Nichts ist schlimmer als in aller Hektik zusammenzupacken und vor Ort festzustellen, was alles fehlt oder nicht funktioniert.

 

Der Aufbau

Zu großen Ausstellungen gibt es bei uns immer einen Aufbauleiter, der für alles den Hut auf hat und ziemlich restriktiv bestimmt, was jeder zu tun hat. Diese Organisationsform sieht zwar auf dem ersten Blick sehr streng aus, hat sich aber in der Praxis sehr gut bewährt und vermeidet doppelte Arbeiten oder herumstehende Vereinsmitglieder.

Nach der Betriebsaufnahme muss eigentlich immer noch einmal eine Reinigung der Fahrleitung und der Gleise erfolgen, auch wenn vor dem Zusammenbau schon alles geputzt wurde. Hierfür sollte ein entsprechendes Zeitvolumen geplant werden.

Unser Ziel ist es, die gesamte Anlage (mit 31 Modulen) in vier Stunden fahrfertig zu haben.

 

Der Ausstellungsbetrieb

Spielen macht viel Spaß - aber wer kann schon den ganzen Tag Spaß vertragen. Selbst bei einem automatischen Fahrbetrieb muss immer jemand die Anlage im Auge behalten und die Zuschauer haben erfahrungsgemäß auch immer etwas zu fragen - es ist ja auch schön, wenn sie sich für das eine oder andere detaillierter interessieren. So sollte die Anzahl der Bediener nicht zu knapp kalkuliert werden. Lieber ein bisschen kleiner aufbauen als den Ausstellungstag für die Bedienermannschaft zum Stresstag werden zu lassen. Bei größeren Arrangements sollten neben den Bedienern an den Schaltpulten noch zwei Personen für die Beseitigung kleiner Betriebsunregelmäßigkeiten (fährt nicht an, Entgleisungen o.ä.) und zur Pausenablösung eingeplant werden.

 

Der Abbau

Auch der Abbau sollte in geordneten Bahnen verlaufen. Es wäre doch traurig, wenn in der allgemeinen Hektik noch etwas zu Bruch geht. Nachdem alle Fahrzeuge sicher in ihre Transportkisten gepackt sind, kann die Demontage der Module beginnen.  Der Aufbauleiter wird dann zum Abbauleiter und regelt auch hier wieder die Arbeiten und das richtige Verladen. Auch für den Abbau sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Meist liegt ein doch anstrengender Ausstellungstag hinter allen Teilnehmern und die Konzentration lässt vielleicht doch bei dem einen oder anderen etwas nach. Es bewährt sich, nach Möglichkeit nicht Ausstellung, Abbau und Heimfahrt an einem Tag zu bewerkstelligen - wir sind schließlich nicht auf der Flucht!

 

Wieder zu Hause

Wieder zu Hause angekommen, heißt es meistens ein paar kleine Schäden zu reparieren. Vielleicht sind auch im Ausstellungsbetrieb Probleme aufgetreten, die es zu beseitigen gilt.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Fahrzeugen zukommen lassen, man glaubt gar nicht wie viel Schmutz in die Fahrzeuge hineinpasst und das es insbesondere bei langen Ausstellungen wirklich mechanischen Verschleiß gibt.

Ansonsten winkt am Horizont meist schon der nächste Termin und es beginnt wieder der Punkt "Die Vorbereitung".

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