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Bisher verwenden wir für die elektrisch bedienten Weichen ausschließlich motorische Antriebe der Firma Tillig. Diese bieten einen ausreichenden Stellweg und können mit nur zwei, statt sonst drei Drähten angeschlossen werden. Das ist bei unserem Modulsystem besonders zur Verringerung der notwendigen Verbindungskabel von großem Vorteil. Ursprünglich wurden die Antriebe direkt unter den Weichen montiert und in mühsamer Arbeit die Stellwege und die Lage des Antriebes justiert. Nach einer größeren Störung im Ausstellungsbetrieb, zu welcher ein Antrieb ausgetauscht werden musste, stand dann endgültig fest, so geht es nicht weiter. Nach einigen Versuchen werden nun alle Weichenantrieb auf ein kleines Sperrholzbrett geschraubt, das mit standardisierten Bohrungen für die Befestigung des Antriebs und zur Befestigung unter dem Modul versehen ist. Ein Langloch ist für den Stelldraht notwendig.
Die Weichenzunge selbst wird über einen kurzen Stahldrahtwinkel (oben im Bild) geführt. Dieser ist um die Schraube leicht drehbar. Mittels eines 0,5 mm starken Federstahldraht von ca. 100 mm Länge wird die Weiche in die vom Antrieb abgewande Seite gestellt. Der Federstahldraht erhält seine Vorspannung durch die Befestigung mit der unten im Bild sichtbaren Schraube. Die Stellstange ist durch eine kleine Öse im Federstahldraht geführt, hat aber in dieser Stellungen keine Funktion.
Zum Stellen der Weiche wird nun die Stellstange in Richtung des Antriebes gezogen. Der Stellweg wird grundsätzlich auf die größte Weite eingestellt und die Stellstange über die gebogenen Winkel so "eingestellt", dass in der Grundstellung der Federstahldraht gerade frei arbeitet. In der entgegengesetzten Weichenstellung (wie im Bild) wird der nicht zum Stellen benötigte Weg durch den Federstahldraht ausgeglichen. Mit dieser sicherlich auf den ersten Blick "groben Konstruktion" kann man sich eine Menge Zeit zum Justieren sparen und Reserveantriebe können vorgefertigt werden. Gelegentlich vorkommende "Verschiebungen" können mit wenigen Handgriffen durch das Nachjustieren der Stellstange ausgeglichen werden. Die Grundplatten für die Antriebe bestehen aus M5 x 25 Schrauben, die mit einer Mutter jeweils am Modul verschraubt werden. Dadurch entsteht auch der notwendige Abstand zwischen Grundplatte und Modulplatte, um die Stellstange aus den Antrieb zu führen. Mittels einer weiteren Mutter wird dann die Weichengrundplatte befestigt. |