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Das Gleissystem Völlig neue Möglichkeiten ergaben sich mit dem Kauf einer CNC-gesteuerte Fräsmaschine. Nun war der Weg frei zur Herstellung verschiedener Eindeckungen und es konnten viel leichter die straßenbahntypischen Gleisfiguren hergestellt werden. In die nun beginnende Entwicklung eines eigenen Gleissystems sollten folgende Forderungen einfließen:
Aus den oben aufgeführten Forderungen entstanden nun die konstruktiven Überlegungen. Durch die Parallelschaltung der beiden Fahrschienen ergeben sich viele Vorteile. Zum einen muss bei Gleiskreuzungen nicht auf eine Vielzahl von Trennungen und damit verbundenen kleinsten zu versorgenden Gleisstücke geachtete werden, zum zweiten und viel wichtigeren können große Plastherzstücke mit direkt verbundenen Radlenkern gefräst werden. In der weiteren Entwicklung wurden dann auch noch leicht herzustellende Plastzungen entworfen. Mit diesem Schritt müssen die Schienenprofile nur noch auf Länge geschnitten werden. Auch an den Weichen ist ein Wegfeilen des Schienenfußes nicht mehr notwendig. Die gesamte Gleisanlage besteht aus zwei Lagen 1,5 mm starker Plaste. In der unteren wird die Schienenlage eingefräst, die obere stellt die Halterung für das Schienenprofil, die Aussparung für die Rille und den Deckenschluss dar. Durch die Verwendung von 2,5 mm hohem Schienenprofil (Code 100) steht der Schienenkopf ca. 0,3...0,4 mm über die Straßendecke. Das hat den Vorteil, das bei der Gleisreinigung nicht immer die Straßenfläche in Mitleidenschaft gezogen wird und außerdem noch ausreichend Platz für Papier zum Aufkleben von Plastersteinen vorhanden ist. Das erste Modul mit Selbstbaugleis Zu Testzwecken wurde ein Modul mit geradem Gleis und Gleisbögen gebaut. Mit dem Aufbau konnte die Fertigungstechnologie von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Anschließend wurde das Modul zum rauen Ausstellungsbetrieb freigegeben. Auf den Ausstellungen in Leipzig und in Schwerin zeigten sich keinerlei Probleme mit der gewählten Konstruktion.
Auf dem Foto kann man erkennen, dass die Schienenprofile in die untere Plaste "eingelassen" sind. Anschließend erfolgt der elektrische Anschluss. Als nächster Arbeitsgang werden die unterschiedlichen "Deckenplatten" aufgeklebt. Hierbei sind die Längenmaße unterschiedlich gewählt, um nicht durchgehende Schnittstellen zu bekommen.
Auf diesem Bild ist die gleiche Stelle zusehen. Der Straße wurde als Teerstraße gestaltet. Der nicht unmittelbar an die Gleise grenzende Bereich wurde mit Korkplatten gestaltet.
Ein Blick in die Gegenrichtung. Deutlich ist zu erkennen, dass die Schienenköpfe etwas über dem übrigen Straßenniveau liegen. Mit diesem Kompromiss ist jedoch ein sicherer Fahrbetrieb gewährleistet. Die zweite Generation Selbstbaugleis Im laufe der Jahre entstanden nach den oben beschriebenen Methode verschiedene Module. Diese Bauart hatte jedoch zwei Nachteile, die mit der zweiten Generation beseitigt werden sollten. Zum einen mussten alle Gleise immer erst am PC konstruiert werden um dann ein stück zu fräsen und zum zweiten konnte eingepflastertes Gleis nur mittels bedrucken Papier gestaltet werden. In dieser Bauform werden nur noch die Weichen im Bereich der Zungen gefräst und alle anderen Gleise aus 0,25 mm und 0,5 mm dickem Polysterol ausgeschnitten.
An der Schienenaußenseite kommt nun die gewünschte
Straßeneindeckung (Pflaster, Platten, Asphalt..) über den Schienenfuß, so
dass eine lagestabile Befestigung entsteht. Auf der Innenseite wird nun ein 17
mm breiter Polysterolstreifen von 0,25 mm dicke verklebt. Da dieser ebenfalls
über die Schienenfüße reicht, entsteht auch hier eine dauerhafte Befestigung
der Schienenprofile. Die Pflastereindeckung als auch die Platteneindeckung entstand aus Resinguss. Allerdings ist die Herstellung in der richtigen Stärke bei einer einteiligen Form nicht ganz einfach. Durch eine entsprechende Nacharbeit mittels Feile können die nötigen Maße jedoch wieder hergestellt werden. Asphalt stellen wird mittels Spachtelmasse her. Diese kann durch schleifen ggf. in "Form" gebracht werden.
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